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Parc des Buttes Chaumont, mit Blick auf Sacre Coeur..

 

Da ich entgegen meiner Erwartungen immer noch keinen vernünftigen Internetzugang besitze, hält sich die Lust am Schreiben noch etwas in Grenzen. Stattdessen gibt es ein paar Fotos, die sich mit wenigen Worten erläutern lassen: Rugby WM, Strassenfeste, 25 Grad bei blauem Himmel und sehr viel Freizeit..

Im Moment ist mein Internet so langsam, dass ein Upload von Fotos unmöglich ist. Spätestens Donnerstag soll mein neuer Anschluss funktionieren und dann gibt es auch neue Bilder.

Heute ist das Eröffnungsspiel der Rugby WM, Frankreich gegen Argentinien, das wir uns am Trocadero mit Blick auf den Eiffelturm anschauen werden. Rugby ist hier übrigens keine Randsportart, wie bei uns, sondern ein Großergeignis inklusive Public Viewing und Fanmeile. Fotobeweise folgen morgen. Jetzt muss ich auch schon wieder los.

…es regnet und so kommt zum ersten Mal seit zwei Wochen Ruhe in meinen bewegten Alltag.

Da ich ja schon zwei Wochen hier bin, muss ich wohl zuerst einen kurzen Rückblick der vergangenen Tage geben:

Die ersten beiden Wochen haben Nils und ich im Maison du Liban auf dem internationalen Studentencampus (Cité U) gewohnt. Das Maison du Liban wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut und seitdem auch nicht mehr renoviert. Der klägliche Zustand unseres Zimmers hat uns nach dem ersten Schock jedoch nur noch mehr motiviert so schnell wie möglich eine eigene Wohnung zu finden. Trotz aller Befürchtungen der ersten Tage, war es am Ende mal wieder ganz einfach und wir konnten nach nur 12 Tagen wieder aus dem Maison du Liban ausziehen – in unsere eigenen Wohnungen versteht sich. Ich selbst wohne auf 17 komplett renovierten Quadratmetern im 13. Arrondissement, was für Pariser Verhältnisse vorallem zu dem Preis ein echter Luxus ist.

Abgesehen von der Wohnungssuche waren unsere Nachmittage von einem Spießrutenlauf durch Banken, Behörden und ähnliche Institutionen geprägt. Es ist schon erstaunlich welchen Aufwand selbst ein vermeindlich einfacher Bankeinzug hier mit sich bringt. Mittlerweile sind jedoch die größten Hindernisse übewunden und ich bin voll in meiner neuen Wohnung installiert.  ..ach ja und ich freue mich natürlich sehr..

Zum ersten Mal fühle ich mich in Paris nicht mehr als Tourist, was sich vorallem dadurch bemerkbar macht, das ich aktiv praktiziere, was der Franzose als savoir-être bezeichnet. Anstatt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen, genieße ich lieber jeden Tag ein kleines Stück von dieser Stadt, vorzugsweise mit Wein und Baguette.

Es ist einfach toll, dass ich jetzt soviel Zeit habe, um diese Stadt wirklich kennenzulernen. Abgesehen von allem anderen ist das mein größtes Privileg.

 

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